Einleitung:   Gebäudefeuchtigkeit ist ein Problem das allgemein nicht unbekannt ist. Die ins Mauerwerk durch Kochen, Waschen,  Kondensation, Regen, Bau oder Bodenfeuchtigkeit und sonstige eindringende Nässe konnte die seinerzeit übliche Wohnsituation charakterisiert durch undichte Türen, Fenster oder Kamine immer gut entweichen lassen. Mit zunehmenden Altersbedingten  Verwitterungszustand und der heute wegen der Wärmedämmung als notwendig erachteten Luftdichten Bau- und  Sanierungsweise, kann diese Feuchtigkeit durch Weglüften -auch der dabei “gesparten Wärmeenergie”- nicht immer ausreichend reguliert werden und führt durch Kondensation, und damit zu idealen Bedingungen mit Cellulose wie in Farben, Leim und Tapeten enthalten, zu Schimmelwachstum. Der mit der Zeit ansteigende Anteil an Wasser im Mauerwerk führt dabei zu zahlreichen  gesundheitlichen und bauwerkschädlichen Ereignissen die weitgehend von Menschen selbst verursacht werden.  Naturwissenschaftliche Gesetzmäßigkeiten und die Wirkungsweise mancher Produkte sowie auch fehlerhafter Systeme konträr zu diesen unumstößlichen höheren Regeln sind daher zu beachten. „Der liebe Gott würfelt nicht.“ Albert Einstein Abdichtungs-Methoden:  Die Erdfeuchte dringt Horizontal -also über den Fundamenten und vertikal -seitlich in das Fundament/die Kellerwand ein.  Fundamente dürfen dabei grundsätzlich nass sein, die Wände auf Ihnen müssen aber trocken sein. Um Bauwerke nachträglich abzudichten sind in den vergangenen Jahrzehnten unterschiedliche Methoden und Materialien  entwickelt worden. Einige Produkte verlangen meist aufwendige Zusatzmethoden wie Zementschlämmen und sog.  Wassersperrputze um wohl deren Schwächen und Wirkungslosigkeit zu verstecken, andere enthalten Salze wie Kali/Kalium die  hygroskopisch- oder Natrium die kristallbildent in Reaktion mit der Luftkohlensäure (CO2) wirken,  Salze also, die man eigentlich loswerden möchte. Es hat sich gezeigt das den Fantasien und  Einfallsreichtum von Menschen in diesem Feld der baulischen Betätigung keine Grenzen gesetzt  gesetzt scheinen und allerhand Spielraum für die Auslegung naturwissenschaftlicher Erkenntnisse  lässt. Mit den folgenden Ausführungen versuchen wir etwas Licht ins Dunkel zu bringen, sein Sie  also weiter kritisch.  Vertikal- und Außenabdichtungen:   1. Bei nachträglichen vertikalen KMB Außenwand Abdichtungen (nach DIN 18195) muss das Erdreich kostspielig  ausgeschachtet und gelagert u. U. auch ausgetauscht werden. An alten Gebäuden werden dann Teerreste entfernt und  Sperrputze aufgebracht da die KMB auf alten Teer-Resten sowie nassen salzbelasteten Wänden nicht haftet. Die Hersteller  bewerben daher anscheinend Ihr Produkt meist ausschließlich für neue Gebäudewände. Herstellergarantien sind uns nicht  bekannt, wohl weil auch diese sog. Negativabdichtung (Schlämmen/Sperrputze) durch das kristallierenden Salze abgedrückt  (ca. 5 Jahre) und bei Rissbildung durchlässig werden können. Eine tatsächliche Austrocknung der Wand ist äußerst schwierig  und nur mit großen Aufwand zu erreichen. Ohne eine funktionierende Horizontalsperre sowie durch das aufbringen  diffusionsbehindernden Wandbeschichtungen wie Dichtschlämmen und Zementsperrputzen ist eine Trocknung sowieso  ausgeschlossen. Kapillarwasser verursacht Erd-Kältetransport sodass Kondenswasser entsteht, was die Wandfeuchte zusätzlich erhöht und die Feuchtigkeit selbst bei Innenwänden bis zum Dach weiter aufwärts steigen lässt. Rubrik Trocknungshinweise  beachten. Eine Drainage ist bei diesem System ebenfalls oft anzuraten, der aufgelockerte Boden lässt Schichten-/Grundwasser  in der ehemaligen Baugrube vor der Hauswand aufstauen, deren Dichtung unter Umständen dadurch verkürzt wird und Wasser  ins Gebäude fließen lässt. Fundamente mit einem Schwarzanstrich oder Dämmplatten zu versehen ist “geschäftstüchtiger Unfug” der praktisch keinen  Nutzen oder Sinn macht.  Dichtungsschlämmen/Wassersperrputze etc. behindern nicht nur die Trocknung, sondern  verursachen/begünstigen das aufsteigen des Wasser in die nächst höhergelegenden Wohnbereiche sogar bis zur Mauerkrone  unter dem Dach. 2. Das heraussaugen von Erdreich nur ca. 20 cm von der Außenwand und das davorgießen von Beton scheint auf den ersten  Blick ein probates Mittel zu sein fließendes Wasser von der eigentlichen Hauswand fern zu halten, muss doch auch nicht alles  wieder kostenintensiv  im Vorgarten hergerichtet werden. Man preist es als ultimatives Produkt im Internet an und verpasst auch  nicht die Gelegenheit in diesem angeblich 25.000,00 Euro teuren Video andere Produkte und Systeme als überholt und verboten  zu deklassieren, schlimmer noch, der Autor und Patent-Inhaber ein Diplom Bausachverständiger behauptet allgemein,  Kapillarwassersperren sind der Nachfolger der Verkieselung, diese Verallgemeinerung zeugt von einem mangelnden Wissen  über Kapillarwassersperren die hier noch erläutert werden. Bei allem Brennen für sein Produkt sollte Ihm allerdings auch  bekannt sein, dass Alt- und Neubeton -und dann auch noch im anliegenden nassen Erdreich- normal keine dauerhaft dichte  Verbindung eingehen kann und sich eine Anschlußfuge beim schwinden der Betonwand auftut durch die das Wasser wieder  hindurch fließen lässt -nicht zu vergessen der Kristalldruck der bereits eingedrungenen Salze. Für diesen Fall empfiehlt man  offenbar im Schlitzverfahren weitere Kristalle einzusetzen die beim Wachstum Kristalldruck erzeugen und den bereits  geschwächten Mörtel zerdrücken und so die Festigkeit und Standsicherheit des Mauerwerks durch die sog. Mörtelkompression  gefährdet. Auch alte Bitumenreste und Schmutz der bei dem 20 cm Spalt kaum zu erreichen/beseitigen sind, verhindern einen  kraftschlüssigen und dauerhaft dichten Wandanschluß besonders am Fusspunkt der Außenwand. Sicher wird dieses System  das Problem anfänglich reduzieren, jedoch ist eine dauerhafte bzw. über viele Jahre funktionierende Lösung bei nur 10 Jahren  Garantie wohl nicht zu erwarten.   3. Für die Schleier-Injektion werden die Kelleraußenwände vom Kellerraum zum Erdreich aus durchbohrt und das gelbildende  Material durch die Bohrungen ins Erdreich gepresst. Je nach Injektionsmaterial (PU-Schaum, Kunstharz, wässriger Gelbildner  oder dergl.) und der Beschaffenheit der Verfüllung der ehemaligen Baugrube, verteilt sich das Gel bildende Injektionsmaterial  mehr oder weniger weit und ungleichmäßig im Erdreich/Füllmaterial der Baugrube vor der Wand. Baugruben rund um das Haus  werden heute mit Sand, Kies oder Schlackengranulat verfüllt, bereits diese drei Materialien erzeugen  ein unterschiedliches Verteilungsbild vor der Wand. In der Regel wurden die Baugruben vor 1960 mit  auf der Baustelle vorhandenem Erdreich verfüllt oder diente als „Deponie“ für den am Bau  anfallenden Bauschutt (Steinschutt, ausgehärtete Mörtelklumpen, erhärtete Betonreste, zerbrochene  Ton-, und Grauguss-Abflussrohre usw.) was die gewünschte Ausbreitung kompliziert. Erdreich kann  dann von sandig bis schluffig-tonig variieren und zeigt deshalb auch eine völlig unterschiedliche  Verteilung der Schleier-Injektion. Die Verteilung des Schleier-Injektionsmaterials vor der Wand ist  daher problematisch sowie zweifelhaft und wird technisch unabschätzbar und damit zur  Glaubenssache. Sie führt in den weitaus meisten Fällen nicht zu dem gewünschten und erwarteten  Erfolg, da die „schildartige Ausbreitung“ von der Außenwand weder kontrolliert noch beeinflusst  werden kann weil die Beschaffenheit bzw. Verfüllung der ehemaligen Baugrube eben größtenteils  unbekannt und inhomogen ist. Es ist eine nerv tötende Bastelei, zum Beispiel bei einem Druckwasserschaden eine vollständige  flächige Gelschicht außen vor dem Mauerwerk zu erzeugen. Andererseits unterliegt ein derartiges Gel im Laufe weniger Jahre  erheblichen Veränderungen. Ist einem das einigermaßen gelungen, dann ist das der Anfang vom Ende des Gel-Schildes. In den  oberen, noch gut bis einigermaßen mit Sauerstoff versorgten Bodenlagen beginnen sofort aerobe Mikroorganismen mit dem  biologischen Abbau, in den tieferen sauerstoffarmen oder freien Bodenschichten  sorgen anaerobe Mikroben mit der Zersetzung der organischen Substanz  (Gelwirkstoff, meist hochpolymere Acrylate und ähnl.). Dabei müssen die  hochpolymeren Stoffe nicht einmal völlig biologisch abgebaut sein, um das Gel zu  zerstören. Die Mikroben beginnen ohnehin zunächst damit, die langen Polymer-  Moleküle zu zerstückeln, was ausreicht um das Gel zu verflüssigen. Am Ende des  biologischen Abbaus bleibt dann nur Wasser und das Gas Kohlendioxid. Weil die  Natur das so wunderbar hinbekommt, wurde bereits ab 1982 derartige Gele rund um  verseuchte Böden als Sicherungswand ins Erdreich injiziert, um dann die  kontaminierte Fläche innerhalb des Gel-Ringwalls mittels eines speziellen Boden-  Dekontaminationsverfahrens zu reinigen. Der biologische Abbau stellte sicher, dass  die Gel-Sperrwand nach 3 - 5 Jahren abgebaut war und die alte Bodenhydrologie  wieder hergestellt war. Um also eine derartige Vergelung als dauerhafte  Außenabdichtung einzusetzen ist schon eine erhebliche Gutgläubigkeit notwendig. 4. Flächen-Injektions-Kapillarwassersperren können mit unterschiedlichen Materialien und Wirk-prinzipien hergestellt werden die physikalisch und chemisch nicht vergleichbar sind. Auch hier können wieder Gele (Kali-Wasserglas/Verkieselung (Bild) oder  Acrylatgele) zum Einsatz kommen die durch Wasserverdickung den kapillaren Wassertransport im Mauerwerk unterbrechen.  Diese erzeugen jedoch durch das gebundene Wasser (90 - 95 %) Wärmebrücken -die Kondenswasser verursachen- und durch  Kalium und CO2 die Bildung hygroskopischer Salze im Mauerwerk verursachen. Verkieselungen sind ätzende Flüssigkeiten und  brechen ca. 2 - 3 Jahren chemisch zusammen so das sich Kapillarfeuchte und Verkieselungs-Restwirkstoffe verteilen und die  hygroskopischen Salze auch in höheren Putzschichten verteilen. Die Wand bleibt dann nicht nur durch die Bodenfeuchte nass  und kalt was die Kondenswasserbildung begünstigt, auch die Luftfeuchte wird permanent durch die vorhandenen  hygroskopischen Salze angezogen und erhöht die Wandfeuchte zusätzlich. Eine Methode aus dem Berg- und Tunnelbau die  nach unserer festen Überzeugung nur da auch ihre Berechtigungen haben. Eine weiterer Wirkmechanismus der Kapillarwassersperren ist die Porenwände des Wandbaustoff mit einen Film von Silikon,  Nano-Silikon, -Polymere und -Silizium oder Polymeren zu “lackieren” die auf Grund ihrer niederen Oberflächenspannung nicht  von Wasser benetzbar sind und dem Transport von Kapillarwasser in den Baustoffporen unterbrechen. Die Silikon-  Mikroemulsion (SMK) und die organisch hydrophobierende Kapillarwassersperre auf Kunststoffbasis wie Piko Hydrophob 140®   sind hier am häufigsten eingesetzte sog. Hydrophobierstoffe. Die SMK erzeugt dabei eine Oberflächenspannung von nur ca.  110° - 115° Randwinkel gegen 90° Tropfen Randwinkel des Wassers auf der Porenwandung, Piko Hydrophob 140® dagegen  eine Oberflächenspannungen die bei 135° - 143° Randwinkel liegen und so bei geschlossenen Fugenbild trotz offener Kapillaren sogar bedingt Druckwasserfest sein können. (Rubrik Oberflächenspannung) Der Wirkmechanismus ist in etwa mit der  Abstoßkraft von Magneten zu vergleichen die auch oft sehr unterschiedlich von  stark bis schwach sind. Nach der Injektion entsehen anfänglich oft Kapillardrücke  von 15 - 20 bar Druck, die das Wasser aus der Wand drücken und so austrocknen  lässt. Die Wirkstofftröpchen der SMK sind dabei 1 Mio mal größer wie die Piko  Hydrophob 140® Moleküle, was Einfluss auf die Verängung des  Porendurchmessers hat und der Wiederherstellung der eigenen  Wärmedämmfähigkeit der Wand durch das vorhandenen höhere Luft/Gas Volumen.  Die SMK wird dabei mittels einem Emulgator mit Wasser als Lösemittel vermischt  was jedoch die Emulsion auch mit den Porenwasser der Wand mischbar macht und sich so in der ganzen Wand verteilen lässt. Die unsichere Wirkung sowie der  Einsatz von Sperrputzen/Dichtungsschlämmen die eine Trocknung behindern ist  daher zu bedenken. Wirksamkeits-Herstellergarantien für die SMK sind nicht  bekannt außer die Garantie das jene Produkte den  Herstellerrichtlinien entsprechend das Werk  verlassen, für die Wirksamkeit des Piko Hydrophob 140® auf Grund der langen Erfahrung der  Erstentwicklungen und Nachfolgern werden 20 Jahre zusätzlich garantiert.  Piko Hydrophob 140® ist eine Kaltsperre und besteht aus einer Kombination von reaktiven  Polymeren als Wirkstoff und einem unbedenklichen Lösemittel, einem hochreinem Isoparaffinöl  in Lebensmittelverpackungsqualität -was man auch aus Babyöl, Medikamenten oder  Sonnencrems kennt. Da es wasserfrei ist, hat es die Verteilungsprobleme der SMK nicht, es  verdunstet unbedenklich mit dem Kapillarwasser aus dem Mauerwerk bis der trocken ist, stellt  die eigene Wärmedämmung wieder her und lässt Spielraum für eine auf Dauer hochwertigere  Nutzung der Kellerräume. Die Haltwertzeit der Wirkstoffmoleküle von Piko Hydrophob 140® liegt  bei ca. 80 - 100 Jahren, die noch heute wirkende Erstentwicklung und Vorgängerversionen  funktionieren so seit 1967. Fazit: bei den Abdichtungssystemen 1, 2 und 3 bleibt die Kellerwand lange Zeit feucht,  Kristallisation und hygroskopische Salze gefährden das Mauerwerk, eine Trocknung  gestaltet sich äußerst schwierig oder ist im System durch Wasserverdickung garnicht  vorgesehen. Eine schnelle und langfristige Sanierung um diese Räume hochwertiger  nutzbar zu machen besteht praktisch nicht oder nur mit zweifelhaften Zusatzmethoden.  Bei den System 4 Kapillarwassersperen muss auf die Wirkungsweise geachtet werden und wie  lange/wie ein Produkt wirken soll. Eine energetische und wärmedämmende Bauwerksabdichtung ist so nur möglich wenn ausreichend Luft/Gase in den Kapillaren vorhanden sind, also der Wandbaustoff austrocknen kann. Horizontaldichtungen gegen aufsteigende Feuchtigkeit:  Um Bauwerke nachträglich auch gegen aufsteigende Feuchtigkeit abzudichten, sind in den vergangenen Jahrzehnten  unterschiedliche Methoden und Materialien entwickelt worden, von denen viele den Anforderungen an Dichtheit, Dauerhaftigkeit  oder Wirkmechanismus nicht den heutigen Anforderungen und Möglichkeiten entsprechen. Eine Zeitgerechte energetische  Bauwerksabdichtung muss so dem Baukörper ermöglichen, durch die Aufnahme von Luft/Gasen (sehr schlechter Wärmeleiter)  in seiner porösen mineralischen Werkstoffstruktur eine eigene Wärmedämmfähigkeit zu entwickeln. So hat Wärmedämmung  grundsätzlich nichts mit dem Anbringen und der Dicke von zusätzlichen Dämmplatten zu tun, sondern wird ausschließlich immer  nur in einem trockenem porösen mineralischen Wandbaustoff erzeugt der Grundvoraussetzung jeder funktionierenden  Wärmedämmung ist. Der Wirkmechanismus bei Horizontalsperren im Injektionsverfahren beruht im Wesentlichen darauf, der Bodenfeuchte beim  Eindringen in die Porenstruktur der porösen mineralischen Werkstoffe zu hindern. Eine mögliche Variante ist dabei  Baustoffporen mit Paraffinwachs oder durch Verdickung von Wasser (90% – 95%) als Gel in der Kapillarstruktur zu verstopfen  um das weitere aufsteigen der Feuchtigkeit zu unterbrechen. Bevor  Heiß-Paraffin ins Mauerwerk eingebracht werden kann, muss die  Wand je nach Wandstärke ca. 24 - 48 Stunden mit speziellen  Heizstäben kostenintensiv getrocknet werden. Sogenannte  Wassernester oder versteckte Druckwasserschäden kochen oft das  Wasser im Mauerwerk unbemerkt auf und behindern eine  ausreichende Verteilung des Heizparaffins. So kommt es immer  wieder vor, dass sich das Heizparaffin (siehe Bild 6/7) bei  unzureichender Trocknung nicht ausreichend verteilt, wenn es sich  unproblematisch verteilt, funktioniert das System gut. Neben dem  Anbieterangebot müssen bei der Berechnung der Gesamtkosten aber auch der sehr hohe Stromverbrauch/-Kosten und ggf. die  Widerherstellung der Außenanlagen eingerechnet werden. Bei der Vergelung durch Kaliwasserglas (Verkieselung, Bild 5) oder Acrylatgele werden wie erwähnt die Baustoffporen durch  verdicktes Wasser gestopft. Der sehr hohe Anteil an Wasser ist ein sehr guter Wärmeleiter für die Kühle vom außen anliegenden  Erdreich an Fundament und der seitlichen Wand die gerade bei warmen Raumtemperaturen Kondenswasserbildung  verursachen. Verkieselungssperren sind zudem chemisch sehr instabil und brechen ca. nach 2 - 3 Jahren zusammen, so dass  die Feuchtigkeit wieder in die Wand aufsteigt. Das Kali/Kalium reagiert chemisch mit der Luftkohlensäure (CO2) zu  Kaliumcarbonat welches ein stark hygroskopisches Salz ist und Feuchtigkeit dann auch aus der Umgebungsluft in die  Wand/Putz einträgt. Diese Sperrsysteme der Wasserverdickung stammen ursprünglich aus dem Berg- und Tunnelbau um  während der Arbeiten eindringendes Wasser aus dem Berg zu stoppen, es eignet sich aber nach unserer Meinung nicht für  Wohngebäude, es sei denn, diese sollen kurzfristig sowieso abgerissen werden. Eine weiterer Wirkmechanismus der Kapillarwassersperren ist die Porenwände des Wandbaustoff mit einen Film von Silikon,  Nano-Silizium oder Polymeren zu “lackieren” die auf Grund ihrer niederen Oberflächenspannung nicht von Wasser benetzbar  sind und dem Transport von Kapillarwasser in den Baustoffporen unterbrechen. Die Silikon-Mikroemulsion (SMK) und die  organisch hydrophobierende Kapillarwassersperre auf Kunststoffbasis wie Piko Hydrophob 140® sind hier am häufigsten  eingesetzte sog. Hydrophobierstoffe. Die SMK erzeugt dabei eine Oberflächenspannung von nur ca. 110° - 115° Randwinkel  gegen 90° Tropfen Randwinkel des Wassers auf der Porenwandung, Piko Hydrophob 140® dabei Oberflächenspannungen die  bei 135° - 143° Randwinkel liegen und so bei geschlossenen Fugenbild trotz offener Kapillaren sogar bedingt Druckwasserfest  sein können. (Rubrik Oberflächenspannung) Der Wirkmechanismus ist in etwa mit der Abstoßkraft von Magneten zu vergleichen  die auch oft sehr unterschiedlich von stark bis schwach sind. Nach der Injektion entsehen anfänglich oft Kapillardrücke von 15 -  20 bar Druck, die das Wasser aus der Wand drücken und so austrocknen lässt. Die Wirkstofftröpchen der SMK sind dabei 1 Mio  mal größer wie die Piko Hydrophob 140® Moleküle was Einfluss auf die Verängung des Porendurchmessers hat und der  Wiederherstellung der eigenen Wärmedämmfähigkeit der Wand durch das vorhandenen höhere Luft/Gas Volumen. Die SMK  wird dabei mittels einem Emulgator mit Wasser als Lösemittel vermischt was jedoch die Emulsion auch mit den Porenwasser der Wand mischbar macht und sich so in der ganzen Wand verteilen lässt. Die unsichere Wirkung sowie der Einsatz von  Sperrputzen/Dichtungsschlämmen die eine Trocknung behindern ist daher zu bedenken. Wirksamkeits-Herstellergarantien für  die SMK sind nicht bekannt außer die Garantie, dass jene Produkte den Herstellerrichtlinien entsprechend das Werk verlassen,  für die Wirksamkeit des Piko Hydrophob 140® auf Grund der langen Erfahrung der Erstentwicklungen und Nachfolgern werden  20 Jahre zusätzlich garantiert.  Piko Hydrophob 140® ist eine Kaltsperre und besteht aus einer Kombination von reaktiven Piko Polymeren als Wirkstoff und  einem unbedenklichen Lösemittel, einem hochreinen Isoparaffinöl in Lebensmittelverpackungsqualität -was man auch aus  Babyöl, Medikamenten oder Sonnencrems kennt. Da es wasserfrei ist, hat es die Verteilungsprobleme der SMK nicht, es  verdunstet unbedenklich mit dem Kapillarwasser aus dem Mauerwerk bis der trocken ist, stellt die eigene Wärmedämmung  wieder her und lässt Spielraum für eine auf Dauer hochwertigere Nutzung der Kellerräume. Die Haltwertzeit der  Wirkstoffmoleküle von Piko Hydrophob 140® liegt bei ca. 80 - 100 Jahren, die noch heute wirkende Erstentwicklung und  Vorgängerversionen, auf der Piko Hydrophob 140® beruht, funktionieren so seit 1967.  Diff.4 Energetische Bauwerksabdichtung:  Maßnahmen die dazu führen, dass der poröse mineralische Baustoff austrocknet und so durch Luft/Gase in den Baustoffkapillaren -auch im Sperrbereich- seine maximal mögliche, natürliche eigene Wärmedämmfähigkeit wieder herstellt. Mechanische Sperren: Das Trennen des Mauerwerks per Mauersäge (auch Seilsäge) und die Einbringung von Bitumenpappen, Kunststoffplatten oder  Edelstahlblechen stellt, wie die Erfahrungen der letzten 25 Jahre zeigen, die schlechteste Möglichkeit zur nachträglichen  Erstellung einer Horizontalsperre dar. Durch das Zersägen des Mauerwerks wird dessen natürliche Struktur zerstört das gerade  bei altem Mauerwerk nicht ganz unproblematisch ist da bereits geschwächter Mörtel leicht nachgibt und das Mauerwerk dann  durchbricht. Ähnlich muss man auch eine weitere mechanische Methode beurteilen, bei der Bleche z.B. mit Drucklufthämmern in  die Mörtelfugen eingeschlagen werden. Beide Methoden bedingen bei ihrer Anwendung im Kellerbereich ohnehin, dass man das Gebäude auch außen freischachtet. Vor allen Dingen, wenn vor der Sperrmaßnahme bereits die vertikale Außenabdichtung  erstellt oder erneuert wurde, führen diese Verfahren dazu, dass diese Außenabdichtung wieder beschädigt wird. Es gibt  außerdem an vielen Gebäuden dadurch Komplikationen, dass auch schräg oder senkrecht verlaufende Sperren oder die  Absperrung von Feuchtigkeit aus Nachbarwänden notwendig ist, für die dieses Verfahren kaum oder nicht geeignet sind.  Das Einlegen von Blechen ins Mauerwerk erzeugt außerdem eine Gleitschicht, auf der das Mauerwerk durch Erd-Druck gleiten  also sich bewegen kann. Das Gleiten des Mauerwerks auf Blech-Horizontalsperren hat in den vergangenen Jahrzehnten bereits  zu erheblichen Gebäudeschäden geführt. Schiebeschäden von wenigen Millimetern bis Zentimeter sind bekannt geworden und  mussten nachträglich durch teurere Zusatzbaumaßnahmen repariert werden. Selbst geringe Verschiebungen von wenigen  Millimetern (2 - 5mm) führen bereits zum Abriss der vertikalen Außenabdichtung und dem zufolge wieder zu einem  Nässeschaden am Gebäude. Der preiswertere Edelstahl der Werkstoffnummer 1.4401 ist zudem durch den geringen Molybdängehalt vor 2% nicht  ausreichend beständig gegen Lochfraßkorrosion. Gerade im manchen Gebiet -wie Berlin- ist die Gefahr von Lochfraßkorrosion  durch den Gehalt des Grundwassers an Salzen und Huminstoffen (Humin- und Fulvinsäuren) erheblich. Lochfraßkorrosion an  der Horizontalsperre führt in einigen Jahren erneut zu Nässeschäden in den Innenräumen. Unter diesen Bedingungen ist nur  Edelstahl mit erheblich höherem Molybdänanteil verwendbar, allenfalls ab Werkstoffnummer 1.4404. Optimale Sicherheit gegen  diese Lochfraskorrosion bieten daher erst Edelstähle mit Molybdängehalten oberhalb 12%. Elektrische Sperren: Auch Elektro-Osmose bezeichnet, unterscheiden sich in aktiver und passiver Osmose. Seit langem ist auch bekannt das Wasser durch sog. elektrische Felder in der Wand bewegt werden kann. Bei der aktiven Elektro-Osmose wird versucht die Pole  umzudrehen und damit den Aufstieg des Wassers zurück ins Erdreich umzukehren. Das funktioniert auch ganz gut, jedoch mit  erheblichen, nicht gleich ersichtlichen Nebenwirkungen. Das System benötigt permanent Strom, Kontrolle und Wartung,  Metallteile wie die Elektroden der Osmoseanlage korrodieren, Eisenträger, durchgeführten Rohre, Metalltüren und Rahmen  leiden unter verstärkter Korrosion, unkontrollierte elektrolytische Prozesse der unterschiedlichste Salze im Mauerwerk erzeugt  neue Salztypen (siehe Salze), die sich mauerwerksschädlich auswirken können. Dieses System funktioniert so auch immer nur  wenn der Stromkreis geschlossen ist, also stromleitendes Kapillarwasser vorhanden ist. Bei der passiven Osmose werden an zuvor festgelegten Punkten des Gebäudes kleine Kästchen aufgestellt die Kugelförmige  elektrische oder magnetische Impulse abgeben sollen, wodurch das Wasser in den Kapillaren der Wände zurück in Erdreich  fließen sollen. Das System ist in der Fachwelt und unter Experten sehr umstritten, man unterstellt es sogar der Scharlatanerie,  denn wenn das so funktionieren soll, müssten eigentlich die Blumenrabatte vor dem Haus trocken wie eine Wüste sein da ja die  Impulse die Hauswand durchdringen würden. Bisher ist dieses Phänomen nicht bekannt geworden, wir würden uns freuen davon zu hören. Besonders elektosensible Menschen können unter Schlafstörungen leiden, haben Sie bereits so ein “Kästchen”  schalten Sie es doch einfach mal aus! Verkieselung im Mauerwerk Gel Bild 7 Bild 6 Bild 5 Bild 4 Bild 3 Bild 2 © by Piko Hydrophob 2015